Ausstellungen


2016
Alexander Neroslow (1891-1971) POESIE IN FARBE
11. Juni bis 27. November 2016
Einzelausstellung
Museum Stralsund

„Als Benno noch den Zander fing“, Fotografien des Malers Alexander Neroslow aus den 1950er Jahren, Darßmuseum Prerow, vom 5. März bis 1. Mai 2016

                                 
2014
Einzelausstellung Schleswig-Holstein-Haus, Schwerin, vom 10. April bis 1. Juni 2014

2012/2013
Einzelausstellung
Vinetamuseum, Barth, vom 27. November 2012 bis 26. Mai 2013

2010
Einzelausstellung
Darßmuseum, Prerow

2009
Einzelausstellung
Salzmuseum, Bad Sülze

2008
Ausstellung „Kopf oder Zahl. Leipziger Gesichter und Geschichten 1858-2008“
Museum der bildenden Künste, Leipzig

2001
Verkaufsausstellung
Darßer Arche, Wieck

1988
Sonderausstellung „Künstler im Klassenkampf“
Museum für Deutsche Geschichte, Berlin

1974
Gedenkausstellung, als Wanderausstellung in Wustrow, Ribnitz und Wittstock
Lukas-Haus des Kulturbundes, Ahrenshoop

1966
Einzelausstellung, veranstaltet von „Kunst der Zeit“

1966
6. Bezirkskunstausstellung
Leipzig

1947/48
Sonderausstellung „Alexander Neroslow, Martin Ritter, Rupprecht von Vegesack, Hans Weiss-Aue“
Stadt- und Bergbaumuseum, Freiberg/Sachsen

1946
Ausstellung der Kunstakademie mit der Sonderschau „Opfer des Faschismus“
Brühlsche Terrassen, Dresden

1932
Ausstellung
Stadtmuseum, Freiberg/Sachsen

1932
Ausstellung „Sächsische Kunst“, zusammen mit u.a. Lea Langer, Wilhelm Lachnit, Max Pechstein
Stadtmuseum, Dresden

1930
Ausstellung „Junge Dresdner Kunst“, mit Otto Griebel, Alexander Neroslow, Guido Hebert, Josef Hegenbarth, Wilhelm Lachnit, Ewald Schönberg Werner Kubsch, Fritz Skade u.a.
Galerie Wertheim, Berlin

1929
Ausstellung, zusammen mit Otto Griebel, Moritz Grossmann, Hans Grundig, Guido Hebert, Wilhelm Lachnit, Lea Langer (- Grundig), Hermann Richter und Fritz Skade
Galerie „Junge Kunst“, Dresden

 

Presse

Ostseezeitung, 08.03.2016 / “Als Benno noch den Zander fing”

– der Titel für die Fotoausstellung im Darß-Museum Prerow macht neugierig. Denn wer war Benno? Es geht um die Zeit, als der alte Fischer Benno Kraeft auf dem Bodden noch den Zander fing. Arntraut und Leberecht Kalhorn aus Barth präsentieren im Kaminzimmer des Darß-Museums seit dieser Woche Fotografien aus den 1950er Jahren des Malers Alexander Neroslow (1891- 1971).
Insgesamt zeigen zwölf Schwarz-Weiß-Aufnahmen und (vier) farbige Fotos auf Alu-Dibond kaschiert, idyllische Landschaften und lassen erahnen, wie einfach, aber auch beschwerlich das dörfliche Leben seinerzeit war.
… Zu drei Fotos gibt es ein farbschönes Pendant im originalen Pastell (oder Aquarell): “Winter im Cavelhorst”, “Trommelplatz” und “Müggenberg” mit A-Mast für die elektrischen Leitungen. … Ja, so sah alles einmal aus, richtig dörflich mit den Sandwegen, sagt Museumsleiterin Antje Hückstädt, die von Kindesbeinen an auf dem Darß lebt.
Die Ausstellung soll zudem dazu anregen, das Buch über „Alexander Neroslow. Ein Maler im Deutschland des 20. Jahrhunderts“ zu lesen. Reich bebildert und mit Dokumenten versehen, ist darin Geschichte aufgearbeitet.

Ostseezeitung, 06.05.2013 / Bartherin gibt der Kunstgeschichte einen Anstoß

Für uns ist es ein sehr schöner Tag, gestand Arntraut Kalhorn, als sie im gut besuchten Vineta-Museum ihr in jahrelanger wie intensiver Recherche entstandenes Buch über den Maler Alexander Neroslow vorstellte. Nicht als ein Katalog zur aktuellen Ausstellung erschien es, sondern als eine eigenständige biographische Collage über den russisch-deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. Die Werkschau ist die bisher größte ihrer Art in der Region. Auf eine Ausstellung wie diese kann man stolz sein, äußerte Werner Kuhn, Schirmherr und Abgeordneter des Europäischen Parlament.”

Ostseezeitung, 04.04.2013 / Lob für Neroslows Einzelschau

“Erfreut über den Besucherzuspruch zeigt sich Gerd Albrecht als Leiter des Vinetamuseums. Wir hatten noch nie so viele Urlauber während der Wintersaison und auch hochbeglückte Osterurlauber. Auch das Fachpublikum hätte viel Lob geäußert. 140 Besucher kamen zur zur Eröffnung der Werkschau Ende November und die Eintragungen im Gästebuch zeugen von viel Lob für die Wiederentdeckung des Künstlers Neroslow.”

Im jüngsten Heft 4/2012 der Zeitschrift für Kultur und Bildung “POMMERN” ist der Beitrag “Alexander Neroslow (1891-1971) – ein Petersburger in Pommern” abgedruckt. Der Artikel schildert auf fünf Seiten das Leben dieses bemerkenswerten Künstlers mit sechzehn Abbildungen seines Schaffens. Das Titelbild dieser Nummer zeigt das Aquarell von Alexander Neroslow “Frühlingserwachen auf dem Darß”. Zu erwerben ist die Broschüre gegen eine Spende über das Vineta-Museum Barth, Tel. 038231-81771.

Ostseezeitung, 19.12.2012 / Ausstellung zeigt Kraft der Region

“Fast reichte das Haus nicht aus. In allen musealen Räumen und Fluren drängten sich die Leute. Ob des übergroßen Interesses ging Museumsleiter Dr. Gerd Albrecht  das Herz über. Die Neroslow-Ausstellung ist dabei ein erster Versuch einer kunsthistorischen Einordnung des Malers. Das Ehepaar Kalhorn hatte über viele Jahre hinweg Bilder, Dokumente, Briefe des Malers  gesammelt und versucht mit Hilfe von Förderern, aus diesem Material eine erste kunsthistorische Publikation zu Alexander Neroslow zu realisieren.”

Ostseezeitung, 29.11.2012 / Schätze aus der Bananenkiste ergänzen Malerei vom Darß 

Valeska Lenz war eine kleine pommersche Wiesenblume, der wir das Wirken des Künstlers auf dem Darß verdanken, formuliert es Dr. Gerd Albrecht, Leiter des Barther Vineta-Museums, lyrisch. Dort entstanden viele stimmungsvolle Aquarelle von der Landschaft zwischen Meer und Bodden und Porträts ihrer Menschen. Mit diesen Motiven schuf Alexander Neroslow ein fast verträumtes, heute längst vergangenes Darß-Milieu.”

Ostseezeitung, 27.11.2012 / Bilder eines Träumers 

“Über Jahre haben sich Arntraut und Leberecht Kalhorn mit dem Maler Alexander Neroslow beschäftigt. Im Vineta-Museum der Stadt Barth wird heute die Ausstellung Ein Träumer im Leben wie im Schaffen eröffnet. Die Laudatio hält Dr. Renate Billinger-Cromm, Schirmherr der Exposition ist der Europaabgeordnete Werner Kuhn.”

Leipzigs Neue, Nr. 17, 11/12 2008
„Wohltuend wirkt die Selbstverständlichkeit, mit der bedeutende Vertreter der Arbeiterbewegung und antifaschistische Widerstandskämpfer an exponierter Stelle gewürdigt werden, u.a. August Bebel,…Karl Nolde, … Karl Krauße, Alexander Neroslow…Hans Vogelsang… Fazit: eine gelungene Ausstellung.”


Mitteldeutsche Neueste Nachrichten, Leipzig, 28.09.1966
“Es ist immer dasselbe Land, das in verschiedenen Stimmungen und Beleuchtungen wiederkehrt: Die Küstenebene mit dem unendlich, erdrückend weit darüber gespannten Himmel. Über Neroslows Himmelsschilderungen wäre eine ganze Studie zu schreiben.
Sehr schön ist ein großes Ölgemälde „Winterlandschaft”. Kühl ins Grünliche leuchtender Himmel, aufgehellt zum Horizont hin, über Schnee, auf dem lange Winterschatten von violettblauem Grau liegen. Im Mittelpunkt zwei, drei Häuser im gleichen Ton. Vorn übergelehnt, schwer an einem Schlitten ziehend, stapft ein Junge quer durch den besonnten Schnee; ein Mann schreitet kräftig aus.
Die Atmosphäre des Wintertags mit den kurzen Sonnenstunden, dem jähen Nebeneinander von Grell und langen Schatten, Kargheit und Schönheit der still gewordenen Landschaft ist von großer Ausdrucksstärke.”


Leipziger Volkszeitung, 15.12.1961 über das Porträt des Freundes „Franz Hackel, ehemaliger KZ-Häftling“:
„Die Meisterschaft, mit der dieses Bild gemalt ist, entspringt sowohl der ideologischen Klarheit des Künstlers über den Charakter des antifaschistischen Widerstandskämpfers als auch seinem handwerklichen Können.”


National-Zeitung, Leipzig, 20.01.1956
„Wie anders dagegen die Anmut bei Alexander Neroslow, dem Meister der Stimmungsmalerei! Gleichgültig, ob er die Stunde der Dämmerung oder die durchsichtige Luft über Wasser- und Schneefläche wählt – immer bleibt sein Können bestechend. Die Farbe ist von großer Tonfeinheit.”

Sächsische Zeitung, Dresden, 14.12.1947
“Neroslow ist derjenige, bei dem das Seelisch-Problematische am tiefsten zu fühlen ist, und der, da das Farbige ihm angeboren ist, ganz zutiefst von innen heraus Künstler und Maler sein muss. Er versucht immer wieder, mit so genannter “beschränkter Palette” die Einheitlichkeit der Welt herzustellen.”


Tägliche Rundschau, 17.04.1946
“In den beiden Räumen der “Opfer des Faschismus” tritt neben dem Maler Hans Grundig und Lea Langer-Grundig farbig eindrucksvoll Alexander Neroslow mit dem im Zuchthaus gemalten “Abend auf dem Haff” und den “Drei Booten” hervor.”


Sächsische Zeitung, 13.04.1946
„Neben solcher kritischer Kunst hält sich immer noch die stille, zarte, sanft von lebendigem Hauch durchwehte Landschaftskunst eines A. Neroslow.”

 

Stimmen


“A. hat hier einen russischen Maler entdeckt, Neroslow. Wir waren vorgestern bei ihm. Ganz arm, Frau gebildete Wienerin. Sie wohnen in 2 Stuben auf der “Güterbahnhofstraße” im dunkelsten Dresden. Aber reizend. Wände ganz hell getüncht. Sitzgelegenheiten Margarinekisten, auf denen hübsche bunte Decken liegen.

Und dann die Bilder! Ich halte ihn für einen großen Mann. Hauptsächlich Landschaften. Wunderschöne Aquarelle, wo das Stück nur 50 RM kostet! Man kann sowas nicht beschreiben. Du mußt es Anjuta und mir glauben. Modern und doch ganz schlicht.
Die Landschaften geben immer eine ganz bestimmte Stimmung wider. Man riecht die Luft und den Acker oder die Teiche und fühlt den Wind oder die Kälte.

Ich habe jetzt 4 Stück in meiner Wohnung und suche, für den Maler welche zu verkaufen. Ich glaube, mit einigen wird es gelingen. In 20 Jahren kosten dieselben Blätter das Stück 2.000 RM.”

Heinrich Freiherr von Welck
Dresden-Hellerau, am 19. 02. 1930